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Ikonen geschrieben von Christel Föhr sowie
Bilder aus und über Russland von Felix Müller

Eine Veranstaltung im Rahmen der Neunkirchner Kulturtage 2019 


Die Ausstellung dauert vom 31.März bis zum 28. April 2019.

Vernissage am Sonntag, dem 31.3.2019, 16:00 Uhr mit einem Vortrag von Christel Föhr „Wie Ikonen entstehen“



Madre della Consolazione, 16. Jh. italo-kretisch, geschrieben von Christel Föhr



Im Rahmen einer Gastausstellung zeigt das Felix-Müller-Museum Ikonen von Christel Föhr. Sie stammt aus einer alteingesessenen Trierer Künstlerfamilie. Nach ihrer Pensionierung aus dem Lehramt entdeckte sie für sich nach zwei Kursen in Vézelay (Frankreich) die Passion des Ikonenschreibens und vertiefte diese Kunst in zahlreichen Kursen unter der Leitung von Jürgen Veigel in Schnakenbek bei Hamburg, in Köln und im Schwarzwald. Die Miniaturmalerei auf Pergament in der Technik des Mittelalters ist eine weitere Liebe von Christel Föhr.       


Ikonen sind dem gläubigen Menschen heilige Bilder. Sie genießen insbesondere in den orthodoxen Kirchen des Ostens hohe Verehrung, haben aber auch in den Kirchen des Westens Einzug gehalten. Das Malen der Ikonen wird eher als ein Schreiben verstanden, ein zur Anschauung bringen des offenbarten Wortes.

Die Ausstellung wird ergänzt durch Bilder aus und über Russland von Felix Müller. Es sind Portraits und Landschaften, die während seiner Soldatenzeit in Russland 1940 bis 1943 entstanden sind, außerdem spätere Arbeiten, in denen er das Leid des russischen Volkes thematisiert und die er oft „Russische Passion“ benennt.

Felix Müller: Smolensk, die rote Mauer, Kreide, 30.9.1942



Von den in Russland entstandenen 50 Kreidezeichnungen sind 25 überliefert. Zu deren Entstehung schreibt er 1942 an seinen Freund Karl Schwab: 

„Vor 4 Wochen bekam ich 8 Tage Urlaub nach Smolensk. Der Grund war folgender: ich machte damals einen Plakettenwettbewerb mit den der Luftgau ausschrieb. Als Belohnung die ‘Kunstreise‘. Meines war ein voller Gewinn. Ich konnte dort zeichnen nach Herzenslust, schauen u wieder schauen. […] Die wogenden Kornfelder, einsame weidende Tiere, u über all dem der gewaltige Himmel mit den grandiosen Wolkenriffen darauf. Dann erblickte ich wieder die alte Mauer, diese rote, feurige Ziegelmauer von Smolensk, durch die Heere Napoleons marschierten. Der alte Dnjepr fließt gleichgültig an allem vorbei. Der Stift flog übers Papier u wenn Du Lust hast kannst Du dir die Skizzen bei meiner Mutter ansehen. Es ist Rußland.“ 


Das Museum ist immer sonntags von 15:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. An anderen Tagen der Woche ist ein Besuch nach Voranmeldung unter Tel. 09134/1837 möglich.



FELIX-MÜLLER-MUSEUM:  Bilderwechsel Frühjahr 2019

 

Arbeiten aus allen Schaffensperioden Felix Müllers
Sonderausstellung vom 3. Februar bis zum 24. März 2019


             

Im Felix-Müller-Museum gibt es einen kleinen Bilderwechsel. Neben der leicht veränderten Dauerausstellung werden bis zum 24. März leuchtende, farbkräftige Ölkreiden aus den 1970er Jahren gezeigt – Fränkische Landschaften rund um Neunkirchen. Dazu Blumenstilleben und eine Auswahl von zehn Blättern – Ölkreiden und Aquarelle – die in den Jahren 1995 bis 1997, kurz vor dem Tod Felix Müllers entstanden sind. Er starb im Alter von 93 Jahren am 29. Oktober 1997.  

Und als wichtige Neuerwerbung:

eine Figur aus gebranntem Ton, entstanden 1933. Eine andere in diesen Jahren entstandene Arbeit, einen Schäfer, hat der Gauleiter Julius Streicher 1934 aus einer Ausstellung in Nürnberg entfernen lassen – sie ist seitdem verschollen, wie zahlreiche andere Werke dieser Schaffensperiode.

Das Museum ist immer sonntags von 15:00 bis 17:00 Uhr geöffnet und für Führungen jederzeit nach Vereinbarung unter
Tel. 09134/1837.  


Abbildungen:

Heinersdorfer Mühle, Ölkreide, 1973
Fliegender Holländer , Ölkreide 1996
Alter Mann, gestützt auf einen Stecken, gebrannter Ton, 1933 
(Foto: Eberhard Schorr)


Kontakt
Felix-Müller-Museum Neunkirchen a.Br.
Anton-von-Rotenhan-Str.2 (Zehntplatz)
91077 Neunkirchen am Brand

Postadresse:
Klosterhof 2-4
91077 Neunkirchen am Brand
Peter Lichtenberger (Museumsbeauftragter)

Tel. 09134/ 18 37 (Museumsbeauftragter privat)
Tel. 09134/ 90 80 42 (Museum)
Tel: 09134/ 705-13 (Sekretariat Rathaus)
Fax: 705-80 (Rathaus)

e-mail: FMM@neunkirchen-am-brand.de
http://www.neunkirchen-am-brand.de/museen/felixmuellermuseum
Öffnungszeiten
Sonntag von 15.00-17.00 Uhr

Gruppen und Besucher von außerhalb nach Vereinbarung