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Pans Lust und Orfeus Leid – Ausstellung zum 25. Todestag Felix Müllers

 

"Pans Lust und Orfeus Leid" heißt die neue Ausstellung im Felix-Müller-Museum. Sie würdigt das Vermächtnis des Bildhauers, Malers und Neunkirchner Ehrenbürgers, Felix Müller, der am 29. Oktober dieses Jahres vor 25 Jahren verstarb.

Felix Müller (1904 - 1997) war ein Mensch, der das Leben in all seinen Höhen und Abgründen erlebte, das Schreckliche und das Schöne zutiefst empfand und künstlerisch in einer Originalität umsetzte, wie nur wenige. Die Ausstellung spannt den Bogen zwischen den Polen seiner Befindlichkeiten, die er u. a. auf der Ebene der klassischen Mythologie zum Ausdruck brachte.

An den Erfahrungen des Krieges trug der Künstler Zeit seines Lebens. Armut und das schwere Schicksal seines Vaters zeichneten sein junges Dasein. Das Leid der Kreaturen ging ihm, als Natur- und Tierliebenden Mensch, zu Herzen.

Glücklicherweise gab es für ihn auch stärkende Erfahrungen: die innige Verbindung zu seiner Mutter, die ihm von ihrem bescheidenen Einkommen Geigenunterricht ermöglichte, sowie seine Frau Gertrud, die ihm als treusorgende Gefährtin und Muse zur Seite stand. Deren Stiftung, aus der Erbschaft ihrer Schwester, bot schließlich die Basis, das künstlerische Lebenswerk ihres Mannes in Neunkirchen zu bewahren.

Die Ausstellung zeigt Porträts der Mutter und seiner Frau Gertrud sowie Selbstbildnisse aus verschiedenen Lebensphasen. Mit ihnen scheint Müller gerne anlässlich seiner Geburtstage sein jeweiliges Lebensgefühl gespiegelt zu haben. Dass er auch in Kriegszeiten nicht den Kontakt zur Lebenslust verlor beweist ein zärtliches Schäferstündchen unter dem Titel "Die Stunde des Pan".

Unter anderem erstmals präsentiert wird die neu erworbene Skulptur "Orfeus u. Eurydike", die Felix Müller 1955 für Georg Kanzler (1894 - 1975), Heimatforscher, Schriftsteller und Pfarrer von Leutenbach, schuf. Ebenso hat eine Schenkung, ein großes allegorisches Familienbild aus Forchheim, seinen farbkräftigen Debütauftritt im Museum. Wer sich fragt, warum in ihm die mythologischen Helden Ikarus und Prometheus auftreten, sollte Felix Müller auf der Gratwanderung zwischen Form und Inhalt folgen. Exemplarische Werkbetrachtungen dienen vor Ort als Anregung.

 

Die Ausstellung dauert bis zum 12. Februar 2023 und ist geöffnet sonntags 15 – 17 Uhr und montags (ausgenommen feiertags) 10 – 14 Uhr.

Führungen finden auf Nachfrage statt: Tel.: 09134 / 908042 oder 09561 / 4274359 oder per Mail: regina.urban@neunkirchen-am-brand.de


Der 25. Todestag des Künstlers ist Anlass für weitere Würdigungen:

 

22. Okt., 14 Uhr - 14 :30 Uhr, Gedächtnisfeier auf dem Großenbucher Friedhof, anschließend, 15-17 Uhr, Öffnung der von Müller vielfältig ausgestatteten Katharinenkapelle in Neunkirchen.

 

29. Oktober, 19 Uhr, im Felix-Müller-Museum Lesung zum Leben des Künstlers von Peter Lichtenberger, veranstaltet vom Freundeskreis Kunst u. Kultur.

 

30. Okt., 10:30 Uhr Messe für Felix Müller in St. Michael (Neunkirchen), bestellt vom Freundeskreis Kunst u. Kultur.


Kontakt
Felix-Müller-Museum Neunkirchen a.Br.
Anton-von-Rotenhan-Str.2 (Zehntplatz)
91077 Neunkirchen am Brand

Postadresse:
Klosterhof 2-4
91077 Neunkirchen am Brand
Dr. Regina Urban (Museumsbeauftragte)

Tel. 09561 / 4274359 (Museumsbeauftragte privat)
Tel. 09134/ 90 80 42 (Museum)
Tel: 09134/ 705-13 (Sekretariat Rathaus)
Fax: 705-80 (Rathaus)

e-mail: FMM@neunkirchen-am-brand.de
http://www.neunkirchen-am-brand.de/museen/felixmuellermuseum
Öffnungszeiten
Sonntag von 15.00-17.00 Uhr

Gruppen und Besucher von außerhalb nach Vereinbarung